Männerriege
Zeglingen

Napf - Romoos (Köhlerei) - Holzwäge-Beizli - Alpwirtschaft Stächelegg - Napf - Oberi Lushütte - Lüderenalp     

"Turnfahrt vom 7. und 8. September 2013"

Koehlerei Romoos Holzwäge-Beizli uff em Napf Berghotel Napf "Dach des Emmentals" Hotel Restaurant Lüderenalp

Die diesjährige Turnfahrt wurde von einem unserer Mitglieder aus der VaSo-Turnriege organisiert.

Die Ausgangslage für die Vorbereitungsarbeiten waren sicher nicht ganz einfach, zumal das Ziel - der Napf - keine wirklichen Strassenzugänge bietet, sondern wirklich per Fuss erreicht werden muss und der Reiseführer immer den vielen Anforderungen der "langjährigen" Männerturner nicht aus den Augen verlieren durfte. Hut ab, diesen Balance-Akt hat er ausgezeichnet gemeistert!

Und so trafen sich die Männer am Samstag morgen in Zeglingen und Remo Rickenbacher führte uns über Tecknau nach Romoos. Kaum aus dem Postauto ausgestiegen, erfüllte er auch pflichtbewusst, eine der wichtigsten Regeln - nie an einem angeschriebenen Haus vorbeigehen - und wir genossen im Restaurant Kreuz, unter einer mächtigen Linde, an einem wuchtigen Tisch auf schweren Holzpflöcken den ersten, aber verdienten Apéro.

Nach einer zweiten Runde wurden wir vom Museumsführer Paul Duss, Sekretär Köhlerverband Romoos, in die Geschichte, die Bedeutung für die Region und vor allem in die Technik der Holzköhlerei eingeführt. Dem grossen Engagement der lokalen Bergbauern, dem Köhler-Club Zürich und den finanziellen Unterstützungen aus dem Gebirshilfefonds ist es zu verdanken, dass dieses schwere und anspruchsvolle Handwerk auch in heutigen Tagen nicht als Hobby, sondern "als mit harter Arbeit erwirtschafteter Nebenverdienst für die Bergbauern und ihre Familien" [Zitat aus www.koehlerei.ch] überlebt.

Bei schönstem Wetter starteten wir nach diesem lehrreichen Museumsbesuch unsere Wanderung in Richtung Napf. Erst mässig, später steil, zog sich der Weg hinauf auf die Aussichtsebene Holzwegen. Im Holzwäge-Beizli (www.holzwaege-beizli.ch) genossen wir in der wärmenden Mittagssonne die aufgetischten Fleischplatten und anschliessend die beinahe "gigantischen" Holzwäge'r Riesen-Meringue. Frisch gestärkt konnten wir die Wanderung fortsetzen. Die sportliche Route führte neben den Wegen, immer wieder auf die Wege zurück, die weniger sportliche Route führte auf den Wegen direkt zum nächsten kleinen Halt. Zeit inne zu halten, die Landschaft zu geniessen und sich auf den letzten Aufstieg vorzubereiten.

Doch kurz vor dem letzten stündigen Aufstieg, der vor dem Gipfel zum Napf begann, aber mehr oder weniger, gleich um die Ecke, nach unserem letzten Halt, trafen wir auf die Alpwirtschaft Stächelegg. "Es zog ein Regiment dem Napf entgegen", nur ein Einziger führte dies konsequent weiter, die Anderen konnten der Versuchung nicht standhalten... Und was nun alles geschah, hatte doch grossen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Tages, wenn nicht gar auf die Turnfahrt. Aber eben, wer nicht dabei war, hat an dieser Stelle auf 1320 Metern über Meer, wohl wirklich etwas verpasst!

Viel später, die Nacht zog bereits über den Napf, erreichten auch die Letzten den schützenden Ort auf dem Napf, dem Dach des Emmentals (www.hotelnapf.ch). Die Wirtsleute, schon seit Stunden bereit, konnten endlich das Essen auftischen und mehrere Männer hingen ihren ganz persönlichen Gedanken nach.

Der nächste Morgen brachte nicht ganz das versprochene schlechte Wetter, aber der leichte Nieselregen sollte uns den ganzen Tag begleiten. Das Mittagessen genossen wir auf der Oberi Lushütte. In der kleinen Gaststube herrschte eine angenehme Wärme und und der Service leiste "burschikose" Arbeit und war um keine Antwort verlegen...

Ein Gruppenfoto im unter dem Vordach und weiter ging es in Richtung Lüderenalp (www.luederenalp.ch), dem Ziel der heutigen Wanderung. Ausser der Männerriege waren an diesem Tage wirklich keine weiteren Menschenseelen zu beobachten und selbst die wenigen Kühe, die auf den Wiesen weideten, liessen sich durch uns nicht aus der Ruhe bringen...

Ein letzter Apéro auf der Lüderenalp, das Warten auf das Postauto und die kurzweilige Zugsrückfahrt brachten uns wieder nach Zeglingen in die vertraute Heimat.

Trotz aller Bemühungen und Recherchen konnte ich keine weiteren Hinweise auf das sehr seltene Krankheitsbild "Allergie gegen Kartoffelstock" und die im Schlaf heilende Wirkung der Urticaceae finden. Doch hier gilt wohl der Grundsatz, nur weil man es nicht erklären kann, muss es ja nicht heissen, dass es nicht existiert....

Hier nun ein Blick in die Vergangenheit ... (Fotoalbum 1280*960)

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
Remo, ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Ausflug auf das Dach des Emmental.
Bilder von Jürg Gutzwiller

(Fotoalbum 1280*960)
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