www.henkermuseum.ch http://www.henkermuseum.ch
Monatsendprogramm

Henker Museum

www.henkermuseum.ch http://www.henkermuseum.ch
28. Februar 2005


Anlässlich des Monatsendprogrammes ging es ins Henkermuseum von Sissach. Guido Varesi führte uns durch sein kleines schmuckes und zum Teil sehr grusseliges Henkermuseum.

So erfuhren wir vom Schandkragen resp. der Halsgeige, die zur Bestrafung für kleinere Vorgehen gedacht war oder von den Gebahren rund um den Henker. Er war wohl ein geachteter Mann, dies trotz seines Berufsstandes. Denoch galt er nicht wirklich als akzeptierte Person. So hatte er im Restaurant seinen eigenen Platz, fernab der übrigen Gäste und seine Becher und Bestecke wurden sorgfältig an der Wand angekettet. Nicht um zu verhindern, dass diese gestohlen wurden, sondern um zu verhindern, dass sich jemand von ihm "anstecken" konnte. Auch konnte er es sich nicht erlauben, die Enthauptung nicht professionel, sprich mit einem Hieb, durchzuführen, sonst musste er damit rechnen, dass auch ihn dieses Schicksal schon bald ereilen würde. Also kein Job für schwache Nerven!

Später erfuhren wir die Fakten über die Guillotine. Diese wurde bereits im 13. Jahrhundert in verschiedenen europäischen Ländern eingesetzt, geriet jedoch in Vergessenheit und wurde später vom Arzt Dr. Guillotin während der französischen Revolution wieder im grossen Stil eingesetzt. Dabei schwörte der Arzt auf die Vorteile dieser "Maschine". Der Henker musste sich kein schlechtes Gewissen machen, denn schliesslich tötet ja die Maschine und die Gefahr von Fehlschlägen durch ungeschickte Henker wurde auch verhindert. Der grösste Nachteil bildete nur die Tatsache, dass die anwesenden "Gaffer" nicht sehr belustigt von der Präzision waren.

Übrigens, die Guillotine wurde in der Schweiz von 1850 bis 1940 eingesetzt und die die letzte Enthauptung wurde an Hans Vollenweider in Sarnen (OW) durchgeführt.

Zum Schluss unseres Besuches erhielten wir noch Einblick in die Geschichte um den famosen Künstler Pius Buser. Einige der anwesenden Männer kannten ihn und seine speziellen Show's, die ihm schlussendlich das Leben gekostet haben.

Nach soviel Grusel schmeckte das Bier richtig befreiend und der Töggelikasten befreite die letzten bösen Gedanken.

Heini, besten Dank für die tolle Idee und die Organisation. Guido Varesi, übrigens ein Schulkollege von einigen Männern danken wir für die tolle Präsentation und gratulieren ihm zu seinem ganz speziellen Museum.


 
   
 
 
   

Bilder von Jürg Gutzwiller