Männerriege
Zeglingen

Glögglifrosch-Naturpfad Gipsgrube    

"Wanderung mit Grillabend vom 28. Juni 2010"

Das Sommerprogramm der Männerriege startete in diesem Jahr nicht wie sonst mit einem Swin Golf Turnier, sondern unter dem Patronat des Gesamtverein TV Zeglingen. Der Leiter der Männerriege Zeglingen lud die Teilnehmer zu einer Wanderung auf dem Naturpfad Glögglifrosch durch die Gipsgrube Zeglingen ein.

Während sich nun die interessierten Personen quer durch dieses neue Naturschutzgebiet mit seinen informativen und erklärenden Infotafeln bewegten, bereitete Armin die Feuerstelle für den anschliessenden Grillabend bestens vor.

Dieses kleine Naturschutzgebiet Gipsgrube Zeglingen präsentierte sich an diesem Abend als lebendiger Beweis, dass es der Natur immer wieder gelingt, einzigartige Lebensräume zu gestalten. Und ja, den Glögglifrosch gibt es tatsächlich! Nicht nur einen oder zwei, nein viele Dutzende haben sich angesiedelt und verkünden mit ihrem Gequake, dass eher dem Bimmeln von vielen kleinen Glöckchen ähnelt, ihre Botschaften.

Nach rund 90 Minuten Naturpfad erreichten wir die kleine Feuerstelle, wo Armin uns schon sehnsüchtig erwartete. Es folgte der noch angenehmere Teil dieses Abends, grillieren an einer offenen Feuerstelle. Ja, und wenn sie genügend zu trinken und zu grillieren dabei haben, so sitzen sie wohl noch heute dort ...



Zur Ergänzung hier noch weitere Informationen von Mario Dolder, dem Schöpfer dieses Naturpfades ...

Ein Naturpfad als Maturarbeit

In elf Monaten Arbeit entstand in der ehemaligen Gipsgrube oberhalb Zeglingen ein Naturpfad. Wo einst Gips gefördert wurde, hüpfen heute Frösche herum.

Durch den Jahrhunderte andauernden Gipsabbau entstand oberhalb Zeglingen eine Landschaft, die in unserer Region einzigartig ist. Dies hat nicht nur der Kanton Baselland bemerkt, der die ehemalige Gipsgrube unter kantonalen Naturschutz stellte, sondern auch unzählige Tier- und Pflanzenarten. Auf mehreren Magerwiesen haben sich wunderschöne Orchideen angesiedelt, und die trockenen Felshänge sind mit Pioniergewächsen bewachsen.

An schönen Sommertagen könnte man meinen, der Samichlaus sei in der Gipsgrube unterwegs. Denn die eigenartigen Rufe der Geburtshelferkröte, landläufig besser als "Glögglifrosch" bekannt, sind weit zu hören, und tönen einem Glockengeläut täuschend ähnlich. Die aufgebrochenen Felsstrukturen dokumentieren die geologische Vergangenheit der letzten 200 Millionen Jahre.

Sie zeigen deutlich auf, wie sie zur Zeit des Jurameeres gebildet und während der Entstehung des Juras mitgefaltet wurden. Aufgrund dieser einzigartigen Konstellation fasste ich im Juni 2009 den Entschluss, im Rahmen meiner Maturarbeit einen Naturpfad in der Gipsgrube Zeglingen zu erstellen. Dabei wurde ich von Geografielehrer Martin Rüegg betreut. Elf Monate lang kämpfte ich mit Lektüren, Computerprogrammen und Behörden, bis schlussendlich ein Naturpfad auf den Beinen stand.

Auf dem Gebiet der Gipsgrube Zeglingen stehen neun Informationstafeln, die über geologische, biologische und historische Hintergründe berichten. Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Gipsgrube in Zeglingen zu ersten Mal erwähnt. Besonders beeindruckend war die fünf Kilometer lange Seilbahn von Zeglingen nach Läufelfingen, mit der die Gipssteine aus der Grube transportiert wurden. Sie ist heute leider nicht mehr erhalten.

Bis ins Jahr 2003 baute man Gipssteine ab und begann danach die Grube teilweise wieder aufzufüllen. Ein Besuch des Naturpfades ist jeder Zeit möglich. Der Einstieg befindet sich auf dem Parkplatz unterhalb der Skihütte Zeglingen. Während rund einer Stunde führt der Pfad die Besucherinnen und Besucher durch die spezielle Landschaft der Gipsgrube Zeglingen.

(Mario Dolder lebt in Zeglingen. Seine Passion ist der Spitzensport)

Hier nun ... (Fotoalbum 1280*960)
     
     
     
     
     
  
Die anwesenden Teilnehmer dankten Jürg Gutzwiller herzlich für die Organisation dieses angenehmen Anlasses. Diesen Dank gebe ich natürlich gerne meinen Helfern weiter, Heini für die Vorbereitungsarbeiten an der Feuerstelle und Armin unseren Feuerwächter.
Bilder von Jürg Gutzwiller

(Fotoalbum 1280*960)
19.7.2010 Sommerprogramm 2010: 28.6. Glögglifrosch-Grillabend - 5.7. SwinGolf - 12.7. Bowling - 19.7. Minigolf - 26.7. Aufbau Höhenfeuer - 2.8. kein Anlass Bericht schliessen ...