Männerriege
Zeglingen
Lokdepot Basel

Besuch der SBB-Werkstätten, Basel     

"Monatsendprogramm vom 30. März 2009"

Hansruedi Meyer, passionierter Lokführer seit vielen Jahren lud die Männerriege zu einem Besuch der ganz besonderen Art ein. Ein Blick hinter die Kulissen des Lokdepot Basel.

Als Einstimmung des Abends ging die Reise mit dem öffentlichen Verkehr, sprich per Zug von Zeglingen hinunter nach Basel. Der kurze Fussmarsch brachte die Schar Männerturner zum Lokdepot Basel. Es folgte, wie es der Kultur der SBB entspricht, die Vorstellung per Vornamen und eine kurze Begrüssung mit den Details zum Abendprogramm im Lokdepot.

Clemens, Leiter einer von mehreren technischen Equippen à rund 25 Personen, verteilte uns bevor wir auch nur einen weiteren Schritt im grossen Lokdepot machen konnten, die entsprechende Schutzausrüstung bestehend aus Leuchtweste und Kopfstosshelm. Sehr rasch wurde uns klar, wie hoch der Stellenwert zum Thema Sicherheit im Lokdepot ist.

Die Führung durch das Lokdepot Basel begann. Während eine Gruppe unter der Leitung von Hansruedi Meyer sich von der Technik der Lokomotiven begeistern liess, machte sich die zweite Gruppe los, um entlang der eingefahrenen Züge die unterschiedlichsten Wartungsarbeiten im Lokdepot betrachten zu können.

Gross war die Begeisterung, erst im modernen Führerstand Platz zu nehmen, sich von Hansruedi in die tägliche Arbeit eines Lokführers einführen zu lassen und später die ehemaligen Arbeitsplätze besichtigen zu können. Auch im Zugscockpit hat der Computer und seine Bildschirm seinen Platz gefunden. Ohne dieses technische Hilfsmittel ging es nur noch bei den älteren Lokomotiven. Draussen hatten wir sogar die Mögllichkeit den neuen Rettungszug bestaunen zu können. Diese hochmoderne Zugkomposition, die innerhalb von nur gerade vier Minuten den Standort in alle Richtungen verlassen kann, stand anmutig im Dunkel der Nacht.

Drinnen stellte uns Clemes die vielfältigen Arbeiten der Belegschaft des Lokdepots Basel vor. Jeder eintreffende Wagen wird sorgfältig gereinigt und erkannte Defekte sofort behoben. Dabei bleiben pro Zug meist nicht mehr als zwei bis maximum drei Stunden Zeit. Zusätzlich werden Im Zweischichtbetrieb die Zugskompositionen auf eine unglaubliche Anzahl von möglichen Defekten hin überprüft. Dazu werden vom System die Arbeitslisten für jeden einzelnen Wagen täglich vom System vorgeschrieben und von den Mitarbeitern nach genau festgelegten Arbeitsvorschriften abgearbeitet.

Bereits beim Betreten der Halle wurde uns bewusst, wie aufgeräumt und wie klar beschriftet alles war und selbst das ungeschulte Auge konnte die systematische Ordnung innerhalb des Lokdepots Basel erkennen. Clemes erklärte uns dazu, dass die SBB in Bezug auf Sicherheit und Ordnung keine Kompromisse einging. Keine Halbheiten, sondern einfache Arbeitschritte führen in diesem Unternehmen zu hoher Sicherheit und zu nahezu keinen Unfällen.

Nachdem die Sicherheitskleider wieder abgegeben waren, verabschiedeten wir uns von Clemes, der nun seine Schicht bis um 05:00 Uhr antreten konnte. Unser Weg führte uns erst zum Restaurant Dreispitz. Wir krönten den Abend mit einem herrlich schmeckenden Bier, umso mehr, als das Alkohol auf dem ganzen Werkgelände des Lokdepot Basel strikte verboten ist und als Kündigungsgrund ganz weit oben fungiert.

Hier einige Schnappschüsse ... (die zum Teil schumrigen Aufnahmen entstehen dadurch, dass die Sicherheitswesten die Scharfstellung der Objektive massiv erschweren ...)
     
     
Wir danken Clemes und Hansruedi für die ausgezeichnete Betreuung und den eindrücklichen Einblick in das Lokdepot Basel und freuen uns, vielleicht in späterer Zukunft das Lokdepot nochmals betrachten zu können, wenn die umfangreichen Umbau- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen sein werden.
Bilder von Jürg Gutzwiller
31.3.2009 Rückblick: Pokern im Dolceried - Festungsmuseum Reuenthal Bericht schliessen ...