Männerriege im Stall
"Monatsendanlass vom 28. Januar 2008, organisiert durch Ueli Sutter"
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Als Abschluss des Monat Januar stand ein Überraschungsanlass organisiert durch Ueli Sutter auf dem Programm. Der Name liess vermuten, dass sich die Männer auf einen gemütlichen Abend vorbereiten konnten.
So begann der Abend mit einer kleinen Wanderung durch die Nacht. Sternenhimmel und der Flugverkehr von Zürich, welcher seine Kreise, wie eine übergrosse Perlenkette zog, begleiteten uns zum ersten Ziel, dem Gemeinschaftsstall zwischen Zeglingen und Kilchberg. Am Eingang wurden wir von Ueli Sutter begrüsst und nach einer kurzen Erläuterung in das grosszügige Innere geführt.
Eindrücklich, wie sich hier zwei Unternehmer organisatorisch unter die Arme greifen und eine angenehme Zusammenarbeit pflegen. Der Rundgang durch die beiden verschiedenartigen Ställe zeigte nicht nur die unterschiedlichen Arbeiten, die anfallen, sondern auch die zunehmende Tendenz der Spezialisierung in der Landwirtschaft.
Nach dieser interessanten Führung wurden wir aufgefordert, uns nach Kilchberg zu begeben, nicht ohne den Hinweis, dies zügig zu tun. Dies taten wir den auch, wobei wir erstaunlicherweise bereits beim Dorfeingang von Ueli Sutter erwartet wurden. Und hier begann nun die Überraschung des Abends!
Jürg Gutzwiller, Leiter Turnen hatte es bereits im Jahresbericht erwähnt, man sollte an allen Trainings und Anlässen der Männerriege teilnehmen, ansonsten könnte es gut sein, dass man eben genau einen dieser interessanten und spannenden Momente verpassen wird, welche die Männerriege seinen Mitgliedern bietet.
Die Überraschung? Ueli Sutter hatte sich vier Gebäude von Kilchberg ausgesucht. Gebäude, die entweder aufgrund der Bauart, der Geschichte des Gebäudes oder eben der Leute die darin wohnen, speziell sind.
Haus 1: Es wird zur Zeit von Michel Meyer und seiner Partnerin Andrea Senteler bewohnt. Das Haus, welches viele Jahrzehnte leerstand, wurde erst im Jahre 2005, nach zweijähriger Arbeit wieder seinem ursprünglichen Zweck zugeführt. Beinahe liebevoll machten sich die Architekten und Besitzer daran, die vielen Zeichen der vergangenen Jahrhunderte nicht einfach zu vertuschen, sondern diese möglichst schön wieder herauszuheben. Damit das Haus auch die nächsten Jahrhundert überleben kann, wurden jene Holzbalken im Dachstock wieder eingeführt, um zu verhindern, dass eines Tages die Seitenwand des Gebäudes einfach vom Haus "abfällt". Und so genossen wir den Rundgang durch mehrere Jahrhunderte Geschichte von Wohnkultur und Lebensraum. Gefunden haben wir aber auch Altbekanntes ...
Haus 2: Es steht erst seit etwas mehr als einem Jahr in Kilchberg und zwar in der Förlengasse. Gebaut auf einem Betonsockel (Garage und Keller) wurden von der Besitzerfamilie Myriam und Werner Wyprächtiger nur natürliche und wiederverwendbare Materialien verbaut. Der Aufwand für die Recherchen verschlangen unzählige Stunden, doch jetzt, da das Haus steht und die Besitzer ihren Lebenstraum erfüllt haben, sind sie beide stolz. Und Grund genug haben die Beiden, denn mit gerade einmal 2000 kWatt Energie, welche zum grössten Teil selbst produziert wird (kein Öl dafür Sonnenenergie), fühlen sie sich rundum zufrieden. Für uns war es ein eindrücklicher Einblick, wie mit Schafwolle isoliert, und wie Lehm, Sand, Steinen und eben auch Holz alternative Baustoffe zur Verfügung stehen und diese auch sinnvoll eingesetzt werden können, oder besser gesagt "könnten".
Haus 3: Es stammt aus dem Jahre 1780
und beherbergte einst den Steuereintreiber. Seit 40 Jahren wird es jedoch von der Familie Bürli bewohnt. Bruno hat sich unter dem Dach sein kleines Paradies eingerichtet. Eine Modelleisenbahn mit dem Streckenplan des berühmten Läufelfingerli's aus den 50er und 60er Jahren. Viel Detailarbeit, viel handwerkliches Geschick und noch mehr Zeit braucht man für dieses aufwändige Hobby. Doch das Resultat belohnt für die Arbeit und wie er treffend bemerkt: Sollte die Politik rund um das Läufelfingerli versagen, sein Läufelfingerli wird noch lange in Betrieb bleiben ...
Nachdem die einzelnen Gruppen alle diese wunderbaren Häuser mit ihren interessanten Bewohnern besucht hatten, ging es weiter zum Haus 4. Im Heuerstübli erwartete uns Ueli Sutter an diesem Abend zur letzten Besichtigung. Wir wurden eingeladen, seine Kreationen aus Kirschen (www.kirschenwein.ch) zu probieren. Später folgte die grosszügige Spätzlepfanne mit Salatbuffet und Dessert.
Ueli Suter wir danken dir für diese ausgezeichnete Idee und für die Organisation dieses einzigartigen Anlasses.
Hier nun einige Einblicke in sonst sehr private Räumlichkeiten ... |