Männerriege
Zeglingen

Pantheon Automuseum, Muttenz     

"Monatsendprogramm vom 29. März 2010"


Hanspeter Abt begrüsste die Männer zur Führung durch das Automuseum Pantheon in Muttenz.

Das Museum befindet sich im ehemaligen Betriebsgebäude der Baufirma Züblin AG, welches 1965 erbaut wurde. Die freihängende Decke, welche nur gerade 5 cm dick ist, hängt stilvoll über den vielfältigen Fahrzeugen aus längst vergangenen Zeiten. An der Aussenwand zieht sich wie ein Schneckenhaus, die rund 250 Meter lange Rampe in die Höhe, auf welcher die Fahrzeuge des Pantheon ausgestellt werden.

Man darf das Pantheon durchaus als ungewöhnliches Museum bezeichnen. Einerseits wird es als Automuseum für die wunderschönen und der jeweiligen Zeit entsprechenden Fahrzeuge genutzt, andererseits können Automobilfans von nah und fern ihre persönlichen Fahrzeuge, alles eben auch Zeitzeichen der Geschichte, auf den vermieteten Parkplätzen einstellen und somit auch gleich ausstellen. Somit tragen diese Fahrzeuge auch dazu bei, dass das Pantheon als Automuseum richtig lebendig bleibt, denn genau diese Fahrzeuge, bis auf wenige Ausnahmen, können immer wieder bei strahlendem Sonnenschein oder aber an einer der unzähligen Oldtimer-Rennen betrachtet werden.

Stephan Musfeld, selbst ein passionierter Oldtimer-Fahrer lässt es sich natürlich nicht nehmen, seine auch heute noch fahrtüchtigen Fahrzeuge für spezielle Gelegenheiten aus dem Museum herauszufahren und an den unterschiedlichsten Anlässen teilzunehmen. Und so entstehen neue Geschichten, wie jene über das Rennen in England, an welchem er den Preis für das wohl "original-besterhaltenste Fahrzeug" erhielt. Und jene Automobilfans, welche ein wenig in dieser faszinierenden Welt leben, können diesen Preis sehr wohl einordnen. Wer mit einem Fahrzeug aus dem Jahre 1904 bereits die Startnummer 624 erhält (das älteste Fahrzeug erhält die Startnummer 1) und im autoverrückten England diesen Preis für sich in Anspruch nimmt, muss wirklich ein Fahrzeug besitzen, an welchem in den vergangenen über 100 Jahren nie Originalteile ersetzt werden mussten und es auch heute noch fahrtüchtig ist!

Zu bestaunen gibt es natürlich auch ein Auto aus der Zeit der grossen Industrialisierung. Der legendäre Ford T. 15 Millionen Einheiten wurden in den rund 20 Jahren zwischen 1908 bis 1927 am Fliessband produziert. In den letzten Jahren der Produktion verliessen jährlich rund 850'000 Fahrzeuge die Fliessbänder. Mit einer durchschnittlichen Produktionszeit von nur gerade 13 Minuten, darf man durchaus Vergleiche zu heutigen Zeiten ziehen! Der Ford T war das erste "Volksauto", welches einfach zu handhaben, robust für die damaligen Strassenverhältnisse und ausgesprochen günstig zu erstehen war. Nach der Einführung der Fliessbandproduktion im Jahre 1908 sank der Preis von 850 Dollar auf gerade einmal 260 Dollar pro Fahrzeug!

Herr Abt führte uns immer höher die Rampe hinauf, bis wir schliesslich die alle 4 Monate wechselnde Sonderausstellung erreichten. Zur Zeit werden Exponate der Automarke Lancia ausgestellt. Wir hatten das Glück, diese Ausstellung gerade noch betrachten zu können, denn in wenigen Tagen werden die Fahrzeuge wieder von ihren Besitzern nach Hause geholt und die Vorbereitungen für das nächste Thema "Schweizer Autotechnik", die bereits auf Hochtouren laufen, können endlich mit der neuen Ausstellung abgeschlossen werden.

Nach derart viel Technik erfreuten sich die Männer aus Zeglingen einer angenehmen Erfrischung im integrierten Restaurant des Museums, wo es sich, wie wir erstaunt feststellen mussten, auch gut essen lassen würde.


Blick zurück in die Autogeschichte ... (Fotoalbum 1280*960)

     
     
     
     
     
     
     
     
Heini Rickenbacher wir danken Dir für die grossartige Idee, dieses Autohaus der ganz speziellen Art, besucht zu haben. Herrn Hanspeter Abt danken wir für seine hochinteressante Führung durch die Welt der Automobilgeschichte und Technik.
Bilder von Jürg Gutzwiller

(Fotoalbum 1280*960)
30.3.2010 Rückblick: Motorradmuseum 28.3.2003 - SBB-Lokdepot 30.3.2009 Bericht schliessen ...