Museum Olten - Sonderausstellung "100 Jahre Hauenstein Basistunnel"

  • Organisator: Toni Rickenbacher
  • Datum: 25. April 2016
 

Toni Rickenbacher organisierte für die Mitglieder der Männerriege Zeglingen den Besuch der Sonderausstellung "100 Jahre Hauenstein Basistunnel" im Museum Olten. 22 motivierte Männer trafen sich vor dem Schulhaus in Zeglingen, verteilten sich auf die verschiedenen Fahrzeuge und fuhren über den Hauenstein hinunter nach Olten, einen der Ausgangspunkte des Basistunnel Hauenstein.


31.1.1912 - 30.11.1915
Länge 8135 Meter

Im Museum wurden wir von Frau Rosetta Niederer herzlich begrüsst und schon wenige Augenblicke später befanden sich die Männer nicht nur mitten in den Original-Exponaten der Ausstellung, sondern mit Hilfe der kundigen Führerin auch mitten in der damaligen Geschichte. Eine Geschichte gespickt mit Intrigen, sozialen Unruhen, Ingenieurskunst oder eben auch nicht, Geschäftssinn (erst verkaufen, danach die Probleme lösen), usw., usw. Spannende Momente erwarteten uns und man darf sagen, wir alle wurden nicht enttäuscht!

Historisches Museum Olten

Fortifikation
Hauenstein


Man stelle sich die damaligen Ereignisse vor und versucht diese in die heutige Zeit zu projizieren. So wie jetzt, stehen wir unmittelbar vor der Eröffnung des neuen Gottard-Eisenbahn-Tunnels, nur abgesehen von den wirtschaftlichen und politischen Eigenheiten, würden wir uns mitten im Krieg befinden. So damals, denn der Beginn des Bau des Eisenbahntunnels lag im Jahre 1912 und die planmässige und vertraglich fixierte Fertigstellung war auf Mitte Juni 2017 festgelegt worden. Doch die Realisierung fiel mitten in die Wirren des 1. Weltkrieges.

Damals wie heute kannte man Begriffe wie Konventionalstrafe, Prämie bei früherer Vollendung, Kontrollmessungen und natürlich wie es sich gehört auch den Begriff "Baumängel". Diese waren jedoch derart gravierend, dass sich die SBB veranlasst fühlte, die Hälfte der Prämie für die vorzeitige Vollendung zurückzubehalten und in den Jahren 1919 bis 1923 für Rekonstruktionsarbeiten einsetzen musste. In den 1980er-Jahren erfolgte schliesslich eine Totalsanierung.

Nach soviel Geschichte und der Erkenntnis, dass Kilchberg zu jenen Zeiten noch Kleinberg hiess, freuten wir uns auf eine Stärkung. "astoria" Hotel-Restaurant-Bar, gleich gegenüber vom Museum war bereit uns hungrige und durstige Männer zu empfangen und zu verköstigen. Nach dieser Stärkung führte uns der Nachhauseweg noch am Ratskeller vorbei. Nicht nur die aufgehängten Waffen liessen erahnen, dass hier noch "preussische" Gegebenheiten herrschen würden. Unsere Bemühungen, pünktlich eine Minute nach 23:30 Uhr nochmals etwas zu bestellen, wurde ohne "weitere" Kommentare mit einem entsprechenden Blick tief in die Augen, abgeschmettert. So kam es, dass wir zu früher Nachtstunde, spät am Abend mit dem Lichterlöschen in einem anderen Gasthof herzlich empfangen wurden...

  • Fotos: Jürg Gutzwiller
  • Bericht verfasst: Jürg Gutzwiller

FOTOALBUM

Hier nun die Bildreportage zum verfassten Bericht ...