Männerriege
Zeglingen

Turnfahrt 6. und 7. September 2008    

"Reise ins Urnerland - Realp - Dampfbahn Furka Bergstrecke - Gletsch - Belvédère - Furkapass - Tiefenbach - Realp - Fluelen - Luzern"

Markus Kempf und Roland Sutter organisierten die Turnfahrt 2008 ins Urnerland. Sehr früh am Morgen startete die Reise mit dem 06:04 Uhr Zug von Tecknau über Luzern nach Realp.

Der kurze Marsch zum Bahnhof der Dampfbahn Furka Bergstrecke (www.furka-bergstrecke.ch) löste einerseits die vom Sitzen müden Beine und steigerte andererseits die Vorfreude auf das nächste Erlebnis. Denn bereits beim Aussteigen konnte man das Zischen und Dampfen der Dampflok hören. Ein jeder war gespannt, welche Eindrücke sich während der Fahrt auf der Furka Bergstrecke einprägen würden.

Professionel wurden die unzähligen Fahrgäste betreut und pünktlich auf die Sekunde verliess Zug F.0.4. den Bahnhof und die Fotografen am Rande waren fleissig dabei, ihre Schnappschüsse für das Fotoalbum zu knipsen. Die Strecke führte vorbei an der zweiten Dampflok, welche eben eingeheizt wurde und nachdem die Zahnräder sich unter dem Zug eingehängt hatten, begann der langsame Aufstieg.

Schon bald überquerte die sorgfältig restaurierte Zugskomposition die Wilerbrücke und somit auch die Furkareuss. Danach folgten die drei Senntumstafel-Tunnels und bevor wir den ersten Halt, Station Tiefenbach erreichten, überquerten wir ein weiteres Wunderwerk der Streckenführung, die Steffenbach-Klappbrücke.

Während sich die Fahrgäste auf die Geleise begeben, heisst es für die Lokfahrer-Equipe Wasser fassen. Nach rund einer Viertelstunde, die von vielen für die begehrten Gruppenfotos vor resp. bei der Lok genutzt werden, geht die Fahrt schliesslich weiter zum Bahnhof Furka (2160m). Hier erwartet die Fahrgäste ein perfekt vorbereiteter Apéro. Ein wahrer Genuss, all die lokalen Spezialitäten, frisch zubereitet und wem die Sonne lacht, ein Vergnügen der ganz speziellen Art.

Nachdem die zweite Lok ebenfalls den Bahnhof erreichte, hiess es für die Passagiere der ersten Lok, einsteigen und weiterfahren. Gleich nach dem Bahnhof taucht der Zug in den rund zwei Kilometer langen Scheiteltunnel ein und fährt ins Wallis. Kaum verlässt der Zug den Tunnel, präsentiert sich der Ausläufer des Rhonegletschers. Während der Zugfahrt wurden wir sowohl von freundlichen Helfern, wie auch von den mit viel Freude ausführenden Zugsbegleitern auf's Beste betreut.

Bei unserer Ankunft in Gletsch erwartete uns eine starke Bise, die viele, trotz Sonnenschein, kräftig frösteln liess. Dennoch nutzten wir die kurze Pause, um unser Mittagessen zu geniessen. Der Bus, welcher uns zum Rhonegletscher-Belvédère brachte, benötigte keine Viertelstunde und nun begann die eigentliche Wanderung, hoch über der Passstrasse, in Richtung Furkapass. Unterwegs, quasi auf dem höchsten Punkt des Wege,s hielten wir Inne um den traditionellen Gipfelwein zu trinken. Dieses Jahr sollte es ein Weisswein aus dem nahen Elsass sein.

Nach rund drei Stunden Marsch erreichten wir die Passhöhe Furkapass und da es nur gerade ein einziges Restaurant gibt, viel zumindest die Wahl nicht sehr schwierig. Die drei Frauen, welche dieses Restaurant führen stammen alle aus China, genauer gesagt aus dem Tibet!

Leider verschlechterte sich das Wetter und die beiden Organisatoren mussten Plan B zur Hand nehmen. Ein kurzer Anruf genügte und Madeleine Tresch vom Hotel Tiefenbach in Tiefenbach (www.hotel-tiefenbach.ch) an der Furkapassstrasse führte uns mit einem Minibus zum Nachtlager. Während sich die einen noch "schön" für den Abend machten, genossen andere bereits die lokalen Spezialitäten. Es wurde gelacht und zum Verdruss einiger Gäste auch "laut" gesungen. Viel später, nach einem hervorragendem Nachtessen und einer sehr zuvorkommenden Serviceleistungen, sollten unsere Singkünste vom anwesenden Gemischter Chor Gundetswil besser gewürdigt werden.

Einer kurzen Nacht folgte ein grauer und verregneter Morgen. Schnell war das Frühstück abgeschlossen und nochmals durften wir vom grosszügigen Taxi-Service-Angebot Gebrauch machen. Unser nächstes Ziel: eine richtige Alpkäserei, in der wir im Massstab 1:1 die Herstellung von Alpkäse zuerst beobachten und gleichzeitig auch probieren konnten, erwartete uns. Klar, dass einige die Gelegenheit nutzen, quasi als kleines Andenken an die Reise, einen dieser Alpkäse nach Hause zu tragen.

Es folgte der Abstieg hinunter nach Realp, unserer Ausgangsbasis der Männerriegereise. Per Zug ging es nach einer Stärkung weiter nach Fluelen, wo wir die grosse Sonderausstellung zu den Riesenkristalen (www.riesenkristalle.ch) vom Planggenstock bewunderten. Man kann ein wenig nachfühlen, wie es den beiden Strahlern ergangen sein muss, betrachtet man die übergrossen und von der Natur beinahe perfekt geschaffenen Riesenkristalle.

Damit begann auch die Rückkehr nach Zeglingen. Obwohl der Himmel eher bewölkt und es auch mehrmals regnete, war die Dampfschifffahrt auf dem Vierwaldstättersee ein würdiger Abschluss. Und just im Moment als es hiess "in wenigen MInuten erreichen wir Luzern", zeigte sich der Himmel mit einer prächtigen Abendstimmung.

Bilder können Erlebnisse nicht ersetzen, doch zumindest die Erinnerung aufrecht halten ... (Fotoalbum 1280*960)

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
Markus Kempf und Roland Sutter, wir danken euch ganz herzlich für diese spannende und unter viel Dampf stehende Männerriegereise ins Urnerland.
Bilder von Jürg Gutzwiller

(Fotoalbum 1280*960)
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