Männerriege
Zeglingen

Turnfahrt 5. und 6. September 2009    

Reise Zeglingen - Lukmanierpass - Bleniotal - Alpe Dötra - Ludiano - Zeglingen

Toni Rickenbacher führte uns in den sonnigen Süden der Schweiz. Die Reise sollte uns über den Lukmanierpass ins Tessin bringen.

Früh am Morgen startete die Zugfahrt nach Disentis. Die ersten 3 1/2 Stunden Reise genossen die meisten mit herzlichen Diskussionen zu allerlei Themen des aktuellen Weltgeschehens. Kurz nach 10:00 Uhr ging die Reise von Disentis per Bus weiter auf den Lukmanierpass. Die Sonne strahlte, doch ein kühler Wind bliess uns allen um die Ohren, als es darum ging, mitten auf dem Parkplatz den Bus zu wechseln. Ja so ist es nun einmal, wer vom Norden in den Süden reisen möchte. Auf dem höchsten Punkt wechseln die beiden Busgesellschaften und so wird wohl manch Reisender erstaunt sein, bei Wind, Regen und sonst noch so garstigen Wetterverhältnissen den Bus ohne weitere Schutzmöglichkeiten wechseln zu müssen!

Mit dem Tessiner-Bus fuhren wir hinunter in dem sonnigen und warmen Süden. In Olivone erwartete uns ein weiterer Bus für die Weiterfahrt nach Campo Blenio. Mittlerweile hatten einige weitere Mutige, die kurzen Hosen als Marschtenu übergezogen und so mancher freute sich schon auf das erste kühle Bier nach der langen motorisierten Reise. Die erste kurze Wanderung erfüllte schliesslich diesen sehnsüchtigen Wunsch. Eine schöne Sonnenterrasse erwartete alle, die sich so sehr nach einer kühlen Erfrischung sehnten.

Später, vorbei an einer Hochzeitsfeier, ging es los zum Tagesziel der Alp Dötra (1750 MüM). Toni Rickenbacher, unser Reiseleiter plante, da wir die Mittagszeit bereits lange hinter uns gelassen hatten, bereits nach einer kurzen Wanderung von einer knappen Stunde den MIttagshalt auf der Höhe. Schon bald erinnerten sich einige an unsere Reise ins Piemont. Damals sollte die Velotour bis zum Mittagshalt auch nur gerade eine Stunde benötigen ...

Die Männer marschierten den Berg hinauf, die Zeit verging, erst eine Stunde, danach eine weitere Stunde und der Berg liess sich nicht auf seinen höchsten Punkt blicken. Schliesslich, man hätte meinen können, dass sich der Tag bereits seinem Ende zuneigte, erreichte auch die letzte Gruppe den wunderschönen Rastplatz. Dort angekommen, musste einer der Männer feststellen, dass er die Wanderung mit einem viel zu schweren Rucksack durchgeführt hatte. In der Hektik hatte er nach dem verdienten Bier einfach den erst besten Rucksack auf den Rücken geschnallt und diesen bis hinauf zum Rastplatz getragen ...

Der Rastplatz entschädigte für die vielen Mühen des Aufstieges. Herrlich gelegen, konnten sich die Männer bei allerlei Apérogetränken und herzhaften Speisen stärken und es gab sogar noch genügend Kraft, den kleinen Hügel, der uns die Sicht versperrte kurzerhand zu besteigen und von oben oben herab, den restlichen Ruhesuchenden zuzuwinken.

Der letzte Teil der Wanderung benötigte nicht mehr viel Kraft und war innert kürzester Zeit abgeschlossen, so dass wir uns der Gastfreundschaft der Alpe Dötra hingeben konnten. Es folgten diverse Einladungen zu Apéros in den beiden Lokalen, die auf dieser kleinen Alp gelegen waren, um sich so richtig für das Nachtessen vorzubereiten.

Das Nachtessen, währschafte Tessiner Spezialitäten verleiteten einige zu einer Nachbestellung, die von der freundlichen Küchenmannschaft auch mit viel Freude und Grosszügigkeit aufgetischt wurde. So zog sich erst das Essen und anschliessend der Besuch der Bar, die glücklicherweise gleich noch im selben Teil des Restaurants angebaut war, in die Nacht hinein. Die Party endete schliesslich mit dem Genuss von Kaffeebohnen pur, wie es sich eben für einen tollen Abend gehört ....

Der Morgen, nach einer kurzen Nachtruhe, brachte die erwartete Sonnenwärme und erhellte die Gemüter. Nach dem Morgenessen starteten wir mit einer Wanderung hinunter nach Camperio. Wir wurden von unserem Sonderbusfahrer bereits für die Fahrt nach Ludiano mit Halt in Leontica erwartet. Die Fahrt dauerte jedoch unerwartet viel länger, denn die Suche nach dem verantwortlichen Schlüssel zur Besichtigung einer kleinen Steinkapelle erwies sich als sehr kompliziert. Nun, wie auch immer, wir erreichten diese kleine Kapelle über einen topmodernen, freischwebenden Laufsteg und konnten erst noch davon profitieren, dass gleichzeitig mit unserer Ankunft eine kleine Führung stattfand. Jetzt war auch klar, wieso der Schlüssel nicht zu finden war!

Das Hauptzeil des Tages lag jedoch eingebettet in die wunderschöne Tessiner Landschaft, das Restaurant "Grotto al Sprüch". Um einen grossen Steintisch durften wir für die grosse Mittagspause Platz nehmen. Es folgten wiederum Tessiner Spezialitäten, die so richtig das Herz und die Seele aufwärmen. Ein wahrer Genuss, in einer stilvollen Umgebung!

Der letzte Fussmarsch, quasi im Eiltempo, brachte uns an die Buslinie und später über den Bahnhof von Biasca zurück nach Zeglingen.

diese Bilder können leider nicht den verführerischen Charme des Tessins wiederspiegeln, doch zumindest helfen sie den Betrachtern, die Erinnerung zurückzuholen ... (Fotoalbum 1280*960)

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
Toni Rickenbacher, wir danken Dir für dieses wunderbare Wochenende und die Reise in den warmen Süden ...
Bilder von Jürg Gutzwiller

(Fotoalbum 1280*960)
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