Männerriege
Zeglingen

Turnfahrt 3. und 4. September 2011   

Motto: "immer in Bewegung" (Saignelégier - Clairbief - Soubey - Tariche - St.Ursanne)

Dieses Jahr wurde die Turnfahrt von Jürg Gutzwiller organisiert. Auch dieses Mal liess der Organisator und Reiseführer die Teilnehmer im Ungewissen. Einzig das Motto: "immer in Bewegung" war gemeinsam mit der Reise- und Packliste bekannt.
(Reisedokumentation.pdf - letzte Infos.pdf)

Die Reise startete in Tecknau um 06:54 Uhr und führte die Teilnehmer über Basel nach Glovelier und dort mit der Chemin de fer Jura über eine der wenigen Spitzkehrenbahnhöfe der Schweiz hinauf nach Saignelégier. Während unten im Tal noch dichter Nebel die Sicht versperrte, fuhr die Bahn mit jedem Höhenmeter hinauf in den strahlenden blauen Himmel.

In Saignelégier erwarteten uns die ersten Überraschungen zum Thema "immer in Bewegung"; Trottinett's und Helme wurden verteilt und los ging die Reise zum ersten Apéro in der BFM Brasserie des Franches-Montagnes, Jura (www.brasseriebfm.ch). Eine kleine Bierbrauerei, die passend zum Motto, auch immer in Bewegung ist, sei dies nun mit innovativen Bierbrau-Künsten oder aber mit neuen Marketing-Ideen. Anschliessend an die Brauereibesichtigung folgte eine ausführliche Bierdegustation. Nach "La Brouette", "La Salamandre", "La Cuivrée", "La Meule", "La Torpille", "La Cuvée Alex le Rouge" folgte schliesslich noch die wirkliche Spezialität dieser Brauererei. Ein Bier, welches monatelang in ehemaligen Wein- resp. Schnaps-Eichenfässern gelagert wird und mit 11% Alkoholgehalt eher an einen Wein, denn an eigentliches Bier erinnert. Begleitet wird dieses von frischem Tête de Moine AOC, einer Art Käsetorte, der sogenannten Toétché und abgerundet mit den speziellen Saucisses de la Région.

Wenige Augenblicke nach 11:00 Uhr startet schliesslich die eigentliche Trottinett-Tour über Saignelégier, Le Bémont und von dort aus über Les Pommerats hinab zu den Ufern des Doubs. Die rauschende Abfahrt durch die grüne Landschaft, den kühlen Wald und im strahlenden Sonnenschein lässt den Puls so richtig in Fahrt bringen. Eben, immer in Bewegung.

Angekommen am Doubs, bei Moulin Jeannottat erwartet uns der Reiseführer mit einem mitgebrachten Apéro, ebenfalls mit Spezialitäten aus dem Jura, dieses Mal jedoch von der französischen Seite. Schinken-Sandwich und eine gute Flasche aus Arbois geben wieder genügend Kraft für das nächste Stück, dieses Mal entlang der Uferpromenade des Doubs.

Die Überquerung des Doubs über die wunderschöne Metallbrücke und die kurze Rückfahrt nach Clairbief (www.clairbief.com), einem wunderschönen kleinen Wirschaftsbetrieb, direkt am Ufer des Doubs, mit einer wunderschönen Sonnenterrasse gestaltete sich als einfach und ohne weitere Anstrengungen. Das freundliche und überaus hilfsbereite Personal empfängt uns nicht nur mit einem Lächeln, sondern auch gleich mit einem weiteren Apéro, einem ausgezeichneten Mittagessen und einem noch viel angenehmeren Dessert, einem Parfait glacé à la damassine (Jurassischer Pflaumenschnaps).

Gestärkt macht sich die Gruppe auf, an die Ufer des Doubs zu spazieren und dort mit den inzwischen bereitgestellten Kanu's die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. Die 2erTeams, selbst zusammengestellt machen sich auf, den Fluss zu erobern. Nicht alle mit gleich viel Geschick, aber zum Glück geht die Fahrt flussabwärts und nicht in die Gegenrichtung ...

Schliesslich erreichen alle den nächsten Apérohalt und geniessen eine weitere Stärkung. Nachdem die besten Tipps, wie man am besten Herr des Kanu's wird, ausgetauscht waren, machte sich die Gruppe wieder auf, das letzte Teilstück bis nach Soubey, unserem heutigen Tagesziel, in Angriff zu nehmen. Soubey erwartete uns mit angenehmen Sommerwetter, einem sonnigen Platz am Ufer des Doubs und das längst verdiente frische Bier. Wie immer, der erste Schluck ist und bleibt der Beste...

Der Bezug des Schlafplatzes war in aller Kürze erledigt, den das Strohlager, hervorragend vorbereitet liess keine Wünsche offen. Genügend frische Luft und die Gewissheit, beinahe draussen zu schlafen, liessen uns beruhigt ins Restaurant "Hotel du Cerf" (hotel du cerf) gehen, wo uns der Wirt mit seinem Personal mit einem ausgezeichneten Essen verwöhnte. Es störte niemanden, dass während des Essens Petrus die Schleusen öffnete und es in Strömen regnete ...

Rechtzeitig zur Bettzeit, konnten wir trocken zum Nachtlager hinüberlaufen und wäre nicht mitten in der Nacht eine kleine Katze neben den Köpfen einzelner Männer umhergestreift, wir hätten am Morgen nichts zu erzählen gehabt.

Das Frühstück im Stall mit frischem Brot, Zopf, selbstgemachten Konfitüren, frischem Kaffee, Schokolade und Käse lud die Batterien wieder auf für die bevorstehende Wanderung entlang des Doubs (Au fil du Doubs). Wir starteten rechtzeitig um die wunderschöne Morgenstimmung, den Morgentau und vor allem auch die Folgen des starken Regens vom Vorabend geniessen zu können. Ein kurzer Zwischenhalt bei der Steinbrücke und die Wanderung ging weiter bis nach Tariche, einem Camping- und Ausflugsziel (www.tariche.ch) direkt am Doubs.

Die kleine Geschichte des "füdleblutte Fährimaa's". Man muss wissen, dass das linke Flussufer, das weitaus schönere Ufer ist, um die Natur entlang des Doubs geniessen zu können. Wer jedoch im Restaurant Tariche einkehren möchte, ist darauf angewiesen, die kleine Fähre zu benützen. An warmen Tagen ist dies auch gar kein Problem, genügend Kinder, die sich dieser Aufgabe stellen. Am heutigen Sonntag hatten wir das Glück, dass obwohl die Temperatur nicht mehr ganz so warm war, ein sehr junger Fährimaa bereitstand, uns sicher und zum jetzigen Zeitpunkt trocken über den Doubs zu bringen. Nur sein Arbeitsgewand, so wie er von Mutter Natur erschaffen wurde, verunsicherte einige der Männer. Doch die Aussage, dass er gar nicht schwimmen könne, liess alle beruhigt einsteigen...

Das Mittagessen in Tariche wurde vom Chef höchstpersönlich in der Küche zusammengestellt und liess auch heute nur zufriedene Gesichter zurück. Kaum hatten wir das Dessert aufgetischt erhalten, startete draussen der Regen, der uns schlussendlich bis nach St. Ursanne begleiten sollte.

Zuerst mussten wir jedoch noch eine Walkerin dazu überreden, die Fähre, welche auf der gegenüberliegenden Uferseite festgemacht wurde, zu uns hinüber anzustossen. Die erste Überfahrt verlief anschliessend ohne weitere Zwischenfälle, erwähnt man nicht das Landemanöver am anderen Ufer, als beinahe Alle "plötzlich in Bewegung waren". Und einer einfach keinen Platz mehr im Boot fand und kurzerhand später im Wasser stand ...

Den Rest der Wanderung, meist gut geschützt unter Regenschirm oder Regenschutz verging wie im Flug. Wir erreichten St. Ursanne und starteten gleich mit der Stadtrundführung durch dieses kleine Städtchen, welches eine sehr bewegte Vergangenheit aufzuweisen hat. In der Kirche hatten wir noch das Glück eine Gesangsgruppe zu erleben, welche die fantastische Akkustik für einige Joddler ausnützte.

Wir machten uns schliesslich auf, den letzten Anstieg hinauf zum Bahnhof unter die Füsse zu nehmen, nicht ohne unterwegs noch die allerletzte Gelegenheit zu nützen, einen Abschluss-Becher auf die diesjährige Turnfahrt zu geniessen.


Hier nun ... (Fotoalbum 1280*960)
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
Das Motto "immer in Bewegung" hat einige Männer davon abgehalten, an der Turnfahrt teilzunehmen. Schade, dabei ist doch der Sinn des Lebens "immer in Bewegung" zu bleiben. Die Teilnehmer dankten Jürg Gutzwiller für die tolle Organisation und vor allem für die Möglichkeit, die vielfältigen Eindrücke, die der Jura bietet, erleben zu können.
Bilder von Jürg Gutzwiller

(Fotoalbum 1280*960)
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